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Klimaschutzprojekt: Ernährung und Klima – wie kaufe ich klimafreundlich ein?

In diesem Jahr nahmen wir erstmalig am umweltpädagogischen Unterricht der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. teil. Am 24.06.2019 besuchte Frau Manuela Graf die Klassen 4a und 4b. Am 26.06.2019 findet dann der Termin für die 4c statt. In Kooperation mit der  gGmbH bietet die Deutsche-Aktion e. V. das Klimaschutzprojekt „CO2-Fußabdrücke im Vergleich“  für Grundschulen an. In einer Doppelstunde wurden folgende Fragen auf sehr kindgerechte und anschauliche Art von Frau Graf beantwortet:

·        Wieso wird unsere Erde immer wärmer?

·        Welche Konsequenzen hat das für uns?

·        Welchen Einfluss hat unsere Ernährung?

Mit einem Experiment und einer Skizze an der Tafel (s. Fotos) erklärte Frau Graf, wie der Klimawandel ein durch Menschenhand verstärkter Treibhauseffekt ist. Es wurde auch klar, dass sich der Klimawandel in verschiedenen Teilen der Erde unterschiedlich auswirkt.

Das Schmelzen am Nordpol und Südpol bedroht das Leben der Eisbären und Pinguine. Die Geschichte von Mizu, einem Inuit-Jungen, der auf einer aus Sand gefrorenen Insel in Alaska lebt, machte die Kinder nachdenklich. Durch die Wärme schmilzt die Insel und die Bewohner müssen diese nach und nach verlassen. Auch der Bericht über die 11-jährige Penina, die in dem Dorf Udu auf der Insel Kabara (gehört zu den Fidji-Inseln) lebt, zeigte das Ausmaß des Klimawandels sehr deutlich. Auf dieser Insel regnet es nur noch sehr selten. Es gibt kaum noch Wasser. Wenn es dort regnet, versuchen die Menschen das Wasser aufzufangen. Es gibt in den Häusern keine Wasserkräne, Duschen oder Badewannen. Zum Duschen geht man in den Waschsalon, wo das Duschen umgerechnet 2,60 € kostet. Wenn bei Regen nicht genug Wasser aufgefangen werden kann, fahren die Menschen mit Booten zum nächsten Dorf, wo es einen Brunnen gibt. Und das ist sehr anstrengend!

Dass Autos, Fabriken, Flugzeuge, Elektronik, Erzeugung von Strom und Wärme zum Ausstoß von Kohlenstoffdioxid führen, war den meisten Kindern schon bekannt. Ein erstauntes Auflachen ging jedoch durch die Klasse, als die Kinder erfuhren, dass Methan entsteht, wenn eine Kuh rülpst oder pupst und dies Einfluss auf den Klimawandel hat. Nun gab Frau Graf, die von Beruf Diplom-Biologin ist, eine sehr wichtige Information: Ein Methanteilchen kann in der Atmosphäre ca. 20 Jahre alt werden, ein CO2-Teilchen 100 Jahre. Wenn also weniger CO2 und Methan produziert werden, dann wird es uns irgendwann besser gehen.

In der 2. Stunde startete man mit der Einkaufsrunde. Dabei wurde aus einem Einkaufskorb ein Klimakorb. Frau Graf verteilte Lebensmittelkarten auf die Gruppentische. Mia und Amar durften an den Gruppentischen einkaufen und legten selbst ausgesuchte Lebensmittel(karten) in den Einkaufskorb. Sie sollten sich etwas zum Frühstücken, für das Mittagessen, einen kleinen Snack und ein Abendessen aussuchen. 

Malin und Leon bekamen die Aufgabe der Klimagaseinwieger und mussten die entsprechenden Holzteile auf die Klimagaswaage legen.

Beispiel: Gemüselasagne

Im Rahmen dieses Spieles sollte den Schülerinnen und Schülern deutlich werden, welche Lebensmittel die Entstehung von Klimagasen verursachen und warum das so ist. Deshalb wurde das Rollenspiel mehrfach durchgeführt und die Ergebnisse wurden genau besprochen. Das klimagasunfreundlichste Lebensmittel war übrigens heute der Burger!

Im Unterrichtsgespräch lernten alle, dass es wichtig ist, Lebensmittel zu kaufen, die aus Deutschland kommen, also z. B. Obst und Gemüse zu kaufen, das man hier angepflanzt hat. Aktuell sollte man also Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen kaufen und essen. Lebensmittel, die aus anderen Ländern kommen (z. B. Bananen, Kiwis und Ananas), verursachen aufgrund der Transportwege ( z. B. mit Flugzeugen oder Schiffen) viel CO2 und das ist schlecht für unser Klima. Auch Fleisch sollte man höchstens zweimal in der Woche essen. Rinder und Kühe stoßen nämlich beim Verdauen Methan aus und das ist nicht gut für die Umwelt. Also sind auch Milchprodukte wie z. B. Käse keine klimagasfreundlichen Lebensmittel.

Zum Schluss mussten die Kinder versuchen, einen klimagasfreundlichen und einen klimagasunfreundlichen Einkauf zu tätigen. Aber Finn und Amy lösten diese beiden Aufgaben mit Unterstützung ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler problemlos.

Am Schluss der Stunde erhielt jedes Kind noch ein Arbeitsheft zum Thema und alle konnten ihr neu erworbenes Wissen beim Rätseln anwenden.


 

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