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Tambo Tambo - Eine Abenteuerreise ins Trommelzauberdorf

Alle vier Jahre findet an der Wilhelmschule ein Trommelzauber-Aktionstag statt. Aufgrund dessen, dass die Wilhelmschule 2019 110 Jahre alt wird, gab es ein unvergessliches Erlebnis für die Kinder und Lehrer/innen der Wilhelmschule: eine Projektwoche mit dem Trommelmeister Johnny Lamprecht vom 25. - 29.03.19. Von montags bis donnerstags trommelten jeden Morgen um 8.00 Uhr 280 Kinder und alle Lehrer/innen gemeinsam in der Turnhalle. Anschließend übte jeder Jahrgang noch eine Stunde in der Turnhalle für die große Aufführung am Freitag um 14.00 Uhr. So wurde das Programm von Tag zu Tag erweitert. Vier Tage lang bereitete sich die Wilhelmschule auf die abenteuerliche Reise nach Tamborena vor. Wenn nicht getrommelt wurde, malte man für die Aufführung oder bastelte (Kostüme und Kulissen) und arbeitete rund um das Thema Afrika. Am Freitag, 29.03.19, wurden die Eltern und Geschwister zur eigentlichen Reise eingeladen und durften am großen Fest im Trommelzauberdorf - in der gegenüberliegenden Kirche - teilnehmen.

Warum trommeln wir alle vier Jahre?

Die Kinder lernen und erleben:

- ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl, das soziale und kulturelle Grenzen überwindet

- einen spielerischen Zugang zu ihrer Kreativität

- eine Steigerung der Konzentrationsfähigkeit

- eine Förderung der Motorik

- eine Steigerung des Selbstwertgefühls durch schnelle Erfolge beim Trommeln

- einen Rhythmus, der ins Blut geht

 

Trommeltag 1

Am Montag, 25.03.19, marschierten alle Kinder der Wilhelmschule kurz nach 8.00 Uhr aufgeregt in Richtung Turnhalle. Jeder durfte sich eine afrikanische Djembé-Trommel holen und sich dann in der Turnhalle einen Platz suchen. Als alle saßen, ging es los. Johnny Lamprecht startete mit dem Trommeln und ruck zuck waren alle still und trommelten mit.

Es war wieder einmal faszinierend, wie schnell Herr Lamprecht "alle Kinder einfangen" konnte. Andächtig hörten sie zu, wenn etwas erklärt wurde, und mit viel Elan waren sie beim Trommeln dabei.

Die Turnhalle bebte und der Spaß war nicht nur bei den Kindern groß.

Anschließend lernten alle den Trick kennen, wie der Trommelmeister den Kindern zeigt, dass alle still sein müssen. Er hält nur seine kleine Trommel, die an einer Kette hängt hoch, und alle stellen sofort das Trommeln ein und schließen ihren Mund ab. Das klappte heute am ersten Trommeltag sehr gut. Johnny Lamprecht teilte mit den Kindern seine afrikanische Lebensfreude und machte aus den Schülerinnen und Schülern eine trommelnde und singende Gemeinschaft. Besonders begeistert waren sie von der Begrüßungsformel, die die Kinder in Tamborena nutzen. Eifrig übten sie die neue Art der Begrüßung und strahlten dabei über beide Backen.

Dann waren die 45 Minuten schon vorbei und nur die 1. Klassen durften in der Turnhalle bleiben, um weiter für die große Vorführung am Freitag zu üben.

Manche Trommelrhythmen waren gar nicht so einfach zu lernen. Aber Johnny Lamprecht als unser Trommelmeister ist schon lange dabei und kennt alle Tricks, die man als Trommelmeister benötigt. Also wurde erst einmal in Zeitlupe getrommelt.

Das ging viel besser und ganz schnell lernten alle, wie man trommeln muss. Manchmal mussten die Lehrerinnen noch etwas helfen.

Lustig wurde es, als das Körpertrommeln geübt wurde. Man trommelte auf seinen Po, auf seinen Bauch und ganz leise mit den Zeigefingern gegen die Ohrläppchen.

Da unsere Kleinen am Freitag Gazellen sind, erfuhren sie am Ende der Stunde noch Wichtiges über das Leben der Gazellen in Afrika. Die Feinde der Gazellen sind die Löwen und die Gazellen müssen immer gut aufpassen, ob irgendwo Löwen auftauchen. Sie schauen nach links und rechts und ducken sich zwischendurch. Das wurde intensiv mit allen geübt. Sollen die Löwen ruhig kommen - wir werden sie bemerken und fliehen!

Trommeltag 2

Um 8.05 Uhr startete man mit dem Trommeln und die Turnhalle bebte. Natürlich mussten die Kinder sich wieder wie die Kinder in Tamborena begrüßen. Da mussten einige Kids doch im Gedächtnis kramen: "Wie ging das noch mal?"

"Begrüßung? Wie ging das noch?"

Unser Trommelmeister informierte uns dann, dass am Freitag ein  Zauberflugzeug uns alle nach Tamborena bringen wird. Unsere Kinder waren begeistert. Aber dann kam die Aussage, dass die Kinder ja noch keine 18 Jahre alt sind und nicht fliegen dürfen, ohne dass Mama und Papa zustimmen. In diesem Zusammenhang erinnerte Johnny Lamprecht daran, dass heute der Trommel-Elternabend stattfindet und die Eltern dabei ihre schriftliche Zustimmung zur Reise geben müssen. Da war die Aufregung groß und das Geheimzeichen musste gezeigt werden.

Weiter ging es mit dem Reiselied Kommt wir gehn nach Tamborena. Es wurde gesungen und alle bewegten sich dazu. Motivation war alles und mit der Ansage "und jetzt 5mal so laut mit einem Zahnpastalächeln" klappte es bei der Wiederholung noch besser.

Zwischendurch löste Amar, der Fitnesstrainer aus der Klasse 4b, den Trommelmeister kurz ab und trainierte die Wilhelmschulengemeinde mit kleinen tänzerischen und sportlichen Übungen.

Im Anschluss daran sangen alle zusammen das Mutmachlied. Beim Vergleich, ob die Mädchen oder Jungen der Wilhelmschule besser singen können, kam es zu einem interessanten Ergebnis. Die Jungen sangen im 1. Teil lauter, die Mädchen dafür im 2. Teil. Aber die Mädchen sangen im 1. Teil schöner und die Jungen im 2. Teil. Unentschieden, mal schauen, wie es morgen sein wird.

Da es in Tamborena keinen Handy-Empfang gibt, müssen SMS mit Hilfe der Trommeln verschickt werden. Die 1. und 2. Schuljahre trommelten die Nachricht: "Hallo, liebe Kinder!" Unsere Kids aus dem 3. und 4. Jahrgang verschickten dann die Trommel-SMS: "Ich bin klasse, du bist klasse, wir sind klasse!" Stimmt, genau so ist es!!!

 

Um 10.00 Uhr trafen sich dann die Kinder des 2. Jahrgangs in der Turnhalle. Sie übten zuerst noch einmal die Trommel-SMS. Nach zwei Übungen mussten sich dann alle "voll konzentrieren", denn der Trommelmeister spielte den Rhythmus des 3./4. Jahrgangs. Einige Kinder schlossen dabei sogar die Augen, um sich auf ihren Rhythmus Hallo, liebe Kinder konzentrieren zu können.

Weiter ging es mit der Vorbereitung der Trommelprüfung. Johnny Lamprecht trommelte verschiedene Rhythmen mit Bewegungen vor und alle Schüler/innen trommelten mit vereinten Kräften alles nach. Da liefen fast schon die Schweißtropfen. Und die Kinder wurden auch mit der Frage belohnt: "Wer hat denn hier heimlich gestern zu Hause geübt? Bestimmt habt ihr auf eurer Schokoladenbauchtrommel getrommelt!"

Danach wurden die Trommeln an den Rändern der Turnhalle geparkt und zur Auflockerung gab es einen Stopptanz. Dabei wurde viel gelacht und gekichert.

Und Frau Goldbach als rasende Reporterin konnte einige Schnappschüsse einfangen.

Um den Giraffentanz zu üben, mussten die Lehrkräfte die Kinder in 10er Reihen der Größe nach sortieren. Chaos in der Turnhalle war angesagt! Als endlich alle Schülerinnen und Schüler sortiert waren, musste jeder sich genau merken, neben und vor wem er steht. Dann liefen alle kreuz und quer durch die Turnhalle und mussten sich blitzschnell wieder wie vorher aufstellen.

Nun konnte der Giraffentanz geübt werden. Die Hälse wurden gestreckt, zwischendurch gab es Giraffenkuscheln und Durst hatten die Giraffen auch noch, also Beine auseinander und Kopf nach unten.

Giraffengekuschel:

Am Schluss der Stunde führte der Trommelmeister noch den Tomatensuppentanz ein. Dazu bildete jede Klasse einen Kreis, die Regeln wurden eingeführt und los ging es: "Tomatozozozo ...!"

Am Dienstag, 26.03.19, fand ein Trommel-Elternabend unter Leitung unseres Trommelmeisters Johnny Lamprecht statt, der gut besucht wurde. Mütter und auch ganz viele Väter trafen um 19.00 Uhr zum Trommeln in der Turnhalle ein. Und genau wie bei den Kindern trommelte man sofort los.

Mit viel Spaß und guter Laune waren alle dabei. Man lauschte den Worten von Johnny Lamprecht und versuchte - genau wie die Kinder - alles umzusetzen. Es begann mit dem Mutmachlied, damit auch die Erwachsenen den Mut hatten, noch höher zu singen und noch lauter zu trommeln. Und es funktionierte!

Aber es wurde nicht nur getrommelt, sondern auch gesungen und getanzt. Alle waren mit Elan dabei. Note? Eins plus! Eine super Stimmung breitete sich aus. Zwischendurch erzählte Herr Lamprecht, warum ihm das Trommeln gerade in der heutigen Zeit so wichtig ist und wie die Firma Trommelzauber entstanden ist. Er berichtete von Reisen nach Brasilien und von seinen Aufenthalten in Afrika.

Die Gazellen schauten in alle Richtungen, ob nicht irgendwo Gefahr lauerte. Löwen in Sicht?

Beim Elefantentanz blieb kein Auge trocken. Große und kleine Elefanten tanzten mit Begeisterung nebeneinander.

Die Krönung des fantastischen Trommel-Elternabends kam zum Schluss. Die Mütter sangen und trommelten und die Väter tanzten dazu. Einfach nur herrlich!

Applaus!!!

Trommeltag 3

Zuerst erfuhren unsere Kids, dass alle Eltern gestern Abend der geplanten Reise nach Tamborena zugestimmt haben. Da war die Begeisterung doch groß und man sang mit lauter Stimme: Komm, wir gehn nach Tamborena.

Anschließend musste man sich natürlich Gedanken darüber machen, was man alles für diese Reise in den Koffer packen muss. Unser Projekt Gesund im Mund zeigte deutliche Erfolge. Zuerst wurde die Zahnbürste genannt. Außerdem benötigten unsere Kids ein Getränk, eine Sonnenbrille, Sonnencreme, einen Sonnenhut und Seife. Kleidung wird von Eltern einfach überbewertet!

Johnny Lamprecht klärte die Kinder nun über die möglichen Gefahren in Tamborena auf. Dort gibt es nämlich Tiere, die schnappen sich alles, was sich bewegt. Da hilft es nur, ganz still und unbeweglich wie eine Statue zu sitzen. Und es können nur Kinder mit auf die Reise gehen, die das auch schaffen. Das musste natürlich getestet werden! Hände ins Versteck, Mund zu und zur Statue werden! Eine himmlische Ruhe herrschte für ein oder zwei Minuten in der Turnhalle!

Zur Belohnung gab es eine kleine Riesenminiüberraschung vom Trommelmeister. In 34,5 Sekunden präsentierte er den Kindern alle Trommelgeheimnisse, die er kennt. Dafür bekam er natürlich einen Riesenapplaus.

Der Singwettkampf zwischen Mädchen und Jungen ging in die nächste Runde und es gewannen heute ....... die Mädchen. Gratulation! Tipp von Johnny für die Jungen: "Einfach heute Nachmittag heimlich üben!"

Dann berichtete Herr Lamprecht, dass Sara, ein 4-jähriges Mädchen in Tamborena, das Trommelfreundschaftslied bei der Ankunft in Tamborena für uns singen wird. Zusammen mit Alia machte er vor, wie dabei getrommelt werden muss und alle trommelten dann mit einem Partner oder auch zweien zusammen das Trommelfreundschaftslied.

Kommentar eines Schülers aus dem 1. Schuljahr: "Booo, das ist ja anstrengend!"

Am Ende der gemeinsamen Trommelstunde wurde dann noch mit den Fingern getrommelt und langsam kamen alle Kids wieder "runter".

 

In der 3. Stunde begann die Trommeltrainingsstunde des 3. Jahrgangs. Auf die Frage, wie die Trommel-SMS der Großen heißt, wusste Milian sofort die richtige Antwort. Natürlich in getrommelter Form.

Am heutigen Tag mussten auch noch Zeichen zu dieser Trommel-SMS eingeübt werden. Das war gar nicht so einfach und Johnny machte es erst einmal in Superzeitlupe vor.

"Ich bin klasse, ..."

"Du bist klasse!"

Selbstverständlich musste die Trommelprüfung wieder intensiv vorbereitet werden. Alle waren aktiv dabei und passten gut auf, was der Trommelmeister vormachte.

Wir möchten den Kindern aus dem Trommelzauberdorf natürlich am Freitag eine Überraschung mitbringen. Da Johnny weiß, dass die Kinder in Tamborena zz. zwei Lieblingslieder haben, die sie dort den ganzen Tag von morgens bis abends "rauf und runter" singen, musste davon natürlich ein Lied eingeübt werden. Johnny war sich sicher, dass die Kinder dort begeistert sein werden und total staunen werden. Unsere Kids übten schon einmal den Gesichtsausdruck "Bauklötze staunen". Es gelang ihnen perfekt.

Der Elefantentanz musste auch weiter geübt werden. Heute waren Martha und Ismikhan die Vortänzer, die das perfekt hinbekamen.

So tanzten dann alle den Elefantentanz mit. Das Elefantenkuscheln war genauso witzig wie am Elternabend.

Zum Schluss tanzte man auch im 3. Jahrgang den Tomatensoßentanz und dabei wurde viel gelacht und gekichert.

Trommeltag 4

Nach dem Begrüßungstrommeln und dem Begrüßungslied gab es wieder den Wettbewerb beim Singen und Trommeln zwischen den Mädchen und den Jungen. Heute sangen die Mädchen schöner, aber die Jungen lauter. Es stand also unentschieden. Allerdings sangen die Jungen so laut, dass Frau Goldbach fast "die Ohren abfielen".

Beim Üben des Liedes Komm, wie gehn nach Tamborena rockte Johnny Lamprecht beim "Gitarrensolo" durch die Halle und alle Kids rockten mit.

Im Hinblick auf die morgige Trommelaufführung wurden dann nacheinander alle Lieder geübt: das Gazellen-, das Giraffen-, das Elefanten- und das Affenlied.

Die Affen aus dem 4. Jahrgang waren aktiv dabei und entlausten die Köpfe der Mitschülerinnen und Mitschüler. Fellpflege ist schließlich wichtig! Übrigens wollen sich einige Affen mit diesem Verhalten lediglich beim Chef einschmeicheln! Gut, dass niemand versucht hat, Frau Goldbach zu entlausen!

Zum Schluss wurden die beiden Überraschungslieder, die unsere Kinder den Kindern aus Tamborena vorsingen werden, mehrfach geübt. Die Stimmen wurden immer lauter und kräftiger, so dass die Turnhalle bebte und einige Lehrerinnen schon besorgt zur Decke schauten. Keine Panik! War nur ein Scherz!

 

Der 4. Jahrgang war am Donnerstag wirklich schon richtig fit beim Trommeln. Die Trommel-SMS schallte durch die Turnhalle und alle waren dabei. Teilweise waren die Kids so konzentriert, dass sie sogar beim Trommeln die Augen schlossen.

Da Julian heute Geburtstag feierte, musste natürlich ein afrikanisches Geburtstagslied gesungen werden. Übersetzt geht es in dem Lied darum, dass Julian ein netter Junge ist und wir ihn alle gerne haben. Wenn in Afrika ganz viele Kinder zusammen dieses Geburtstagslied für ein Geburtstagskind singen, wächst das Kind dabei um 1 cm. Julian war also anschließend etwas größer!

Beim nächsten Lied gab es drei Mädchen als Vortänzerinnen und drei Jungen als Vortänzer. Da ging es richtig ab! Schade, dass kein Talentsucher vor Ort war, der hätte seine helle Freude gehabt und einige Talente gefunden. Herausragende Leistungen zeigte hier die Klasse 4b.

Der Stopptanz klappte richtig gut und die Kinder fanden ganz schnell ihren richtigen Stehplatz wieder.

Danach ging es mit dem Affentanz weiter. Die beiden Oberaffen Finn und Luisa tanzten vor und alle anderen Affen machten die Bewegungen nach. Eindeutig der Lieblingstanz von Frau Goldbach, die sich königlich amüsierte.

Am Schluss übte man noch das Lied, das den Kindern aus Tamborena geschenkt werden soll. Dazu tanzten die Lehrerinnen einen Buschtanz und die Kinder schauten begeistert zu.

Die beiden heimlichen Siegerinnen hießen Frau Kuhlmann und Frau Dieninghoff. Aber: Pst! Nicht weitersagen! Aber alle anderen Lehrerinnen waren auf Platz 2.

Mit Kindern zur Ruhe kommen Es ist soweit: Wir fliegen ins Trommelzauberdorf